Gestatten, mein Name ist Baphomet. Der Saisonauftakt in Hameln auf dem Mystica Hamelon ist quasi zum willkommenen Pflichtprogramm für mich geworden.
Die erste, größere Veranstaltung des Jahres in der Umgebung, um die leeren Mittelalter- und Fantasie-Batterien wieder aufzuladen. (Das Beitragsbild wurde mit Hilfe von GROK verändert. Das Originalbild ist in der Galerie.)
Neben den vielen Händlern, Handwerkern, Künstlern und Ständen für das leibliche Wohl waren auch wieder viele Gewandete und Gestalten unterwegs, die sonst im Stadtbild von Hameln, und auch andere Städten, fehlen. Von Gandalf über Orks und Nazghuls bis hin zu den Thüringer Bergteufeln waren sie wieder gekommen. Und natürlich nicht nur bekannte Gruppierungen sondern auch viele private gewandete Gestalten liefen dort umher.
Seit Jahren bin ich auch als eine Art schwarzer Magier unterwegs. Basierend darauf habe ich nun eine Erweiterung eingeführt, die ich von jetzt ab dann und wann auf den größeren Veranstaltungen zeige. Es handelt sich um die be- und verkannte Figur des Baphomet. Hameln war der erste Testlauf für dieses neue Erscheinungsbild und hat auch schon ein paar Dinge zu Tage gefördert, die verbessert werden müssen.
Es ist aber immer wieder eine interessante Erfahrung, wie die Menschen auf unterschiedliche Erscheinungen reagieren und wie man sie auch zum Teil damit fröhlich und gut gelaunt machen kann. Auch wenn meine Erscheinung das eine oder andere Kind eher erschreckt hat. Aber ein bisschen Schrecken gehört auch dazu.
Für jene, die nicht wissen wer oder was Baphomet ist gibt es hier einen kleinen Überblick:
Baphomet ist eines der komplexesten Symbole der Geistesgeschichte. Ursprünglich als politisches Werkzeug zur Zerstörung eines mächtigen Ritterordens genutzt, transformierte er sich über Jahrhunderte hinweg zu einer esoterischen Ikone der Harmonie.
In der heutigen Esoterik und Philosophie wird Baphomet oft als Sinnbild der totalen Erkenntnis betrachtet. Er ist kein „Dämon“ im Sinne eines bösen Wesens, sondern eine „Hieroglyphe“ für die Ordnung des Kosmos, in der alle Unterschiede (Licht und Schatten, Gut und Böse) als notwendige Teile eines großen Ganzen begriffen werden.
Das Problem ist nun, dass ich in dieser Form nicht in der Lage war Fotos zu schießen. Daher gibt es nur wenige. Vielleicht sollte ich zukünftig zwei Mal über ein Veranstaltungsgelände gehen.
Aber dafür gibt es auch einen ausführlichen Bericht vom NDR, der vor Ort war. Allerdings hat die Optik des NDR-Standes so gar nichts mittelalterliches zu bieten gehabt. Da besteht noch Nachholbedarf, sofern sie sie erneut dort hin trauen.
Wie immer war es ein schöner Auftakt und sei allen wärmstens empfohlen, die noch nicht da waren.





