Mittelalter-Leben

Der Werwolf

Der Werwolf ist ein weiteres, bis heute sehr bekanntes, mystisches Wesen. Seit Beginn der Erzählungen über Werwölfe wird gesagt, es handelt sich um Menschen, die sich in der Nacht oder auch nur bei Vollmond in einen Wolf verwandeln bzw. zwar einen menschlichen Körper mit Wolfs-Bestandteilen, wie z.B. Fell, Klauen und Reißzähne. Menschen, die so ein Dasein fristen müssen verwandeln sich im Laufe der Zeit immer häufiger bis sie schließlich für immer oder zumindest für eine sehr lange Zeit permanent als Wolf leben müssen. In ihrer Wolfsgestalt können die Werwölfe Familienangehörige und Freunde nicht erkennen und töten diese sogar. Am Morgen danach können sie sich nicht an die Taten während der Nacht erinnern. Die Erinnerungen kommen teilweise in Form von Träumen wieder. Sofern dieser Fluch nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird hilft als einziger Ausweg nur noch der Tot, um dieser Qual zu entgehen.

Der Werwolf wird auch Mannwolf genannt

Der Begriff Werwolf ist eine Kombination aus dem germanischen Wort für Mann, nämlich „wer“, und „Wolf“. Er wurde daher auch Mannwolf genannt. Darüber wie ein Mensch zum Wolf wird gibt es viele Erzählungen. Es wird behauptet, dass diese Menschen einen Pakt mit dem Teufel eingingen und dadurch die Fähigkeit erhielten, sich in einen Wolf zu verwandeln. Andere behaupten es würde durch das Erbgut weitergegeben werden oder durch Verletzungen durch einen Werwolf hervorgerufen worden sein. Bei letzterem ist es allerdings nicht klar, ob nicht vielleicht doch eher die heutige Filmindustrie für diesen Glauben der Verbreitungsart verantwortlich gemacht werden kann. Ebenso wie die Tatsache, dass Werwölfe nur durch Silber getötet werden können.

Ursprung des Glaubens an den Werwolf

Der Glaube an den Werwolf könnte vielleicht dadurch entstanden sein, dass in früheren Zeiten Menschen geboren wurden, die durch eine seltene Erbkrankheit eine starke Körperbehaarung aufwiesen. Diese Wolfsmenschen wurden stark gefürchtet, was natürlich durch starken Aberglauben, der durch die Gotteshäuser geschürt wurde, noch verstärkt wurde. Oft wurden sogar Prozesse gegen Menschen geführt denen man vorwarf ein Werwolf zu sein, ähnlich wie es mit vermeintlichen Hexen gemacht wurde.

Die Figur des Wolfsmenschen ist also gar nicht so weit hergeholt nur dass sich diese nicht nur bei Vollmond oder allgemein in der Nacht in diese verwandeln, sondern permanent durch eine Krankheit zu einem wolfsähnlichen Aussehen verdammt sind.
Oder gibt es doch irgendwo auf der Welt doch noch Menschen, die sich des Nachts in reißende Werwölfe verwandeln und ihre Beute erbarmungslos jagen? Wer kann das schon mit Gewissheit bestätigen oder leugnen?