Das Stadtleben im Mittelalter
Das Stadtleben im Mittelalter unterscheidet sich zu dem Alltag, den die meisten Menschen in der heutigen Zeit, egal ob in der Stadt oder auf dem Lande, kennen in sehr vielen Bereichen. Die Hauptwege der meisten Bürger waren oft ausgepflastert und und wurden von Zeit zu Zeit grob von dem angefallenen Unrat und Dreck befreit. Doch Nebenstraßen, kleine Gassen und Schleichwege bestanden oftmals nur aus den von den Bürgern platt getretenen Routen. Manchmal wurde auch Sand oder Kies ausgestreut, um bei schlechtem Wetter nicht allzu nasse Füße zu bekommen.
Städte waren im Mittelalter viel kleiner als heute
Ein weiterer entscheidender Unterschied zur heutigen Stadt ist die Größe der mittelalterlichen Städte. So formten sich erst langsam aus Burgen die ersten Kleinstädte. Zum Schutz vor Angriffen eventueller Feinde oder Plünderer wurde eine Stadtmauer um die neu gebauten Häuser errichtet. Sobald die Stadt wuchs, die Bewohnerzahl anstieg und der Platz nicht mehr ausreichte, wurde die Stadtmauer Schritt für Schritt erweitert. Um so viel Platz wie nur möglich zu sparen und außerdem Baumaterialen wie Holz einzusparen, wurden die Häuser so klein wie möglich und gleichzeitig so dicht es ging nebeneinander gebaut. Das Problem der damaligen Bebauung war die daraus entstehende Brandgefahr, beziehungsweise das schnelle Übergreifen des Feuers von Haus zu Haus. So wurden die Bürger abwechselnd zu Löschzugdiensten eingeteilt, um im Notfalle so schnell wie möglich handeln zu können. Feuer waren im Mittelalter beständige Begleiter der Bewohner. So standen manchmal tagelang die Rauchschwaden der Brände über der Stadt. Das Stadtleben wurde außerdem von der allgegenwärtigen Gefahr von Seuchen stark beeinflusst.
Die Mangelnde Hygiene löste Krankheiten und Seuchen aus
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Foto © by Thomas Max Müller/ Pixelio